Erbauseinandersetzung durch Vertrag

Die Erbengmeinschaft kann auch durch Vereinbarung (Vertrag) auseinandergesetzt werden: Erbauseinandersetzungsvertrag.

Beim typischen Erbauseinandersetzungsvertrag einigen sich die Miterben auf die Übertragung des Nachlasses auf einzelne Erben, teilweise auch gegen Ausgleichszahlungen aus dem eigenen Vermögen der Miterben. 

Das Gesamthandsvermögen der Miterben kann auch in Bruchteilsvermögen verwandelt werden, was bei Grundvermögen häufiger der Fall ist.

Der Erbauseinandersetzungsvertrag muss beglaubigt bzw. beurkundet werden, wenn Sache oder Recht übertragen werden, für die besondere Formvorschrfiten gelten, etwa bei einem Grundstück oder eine GmbH-Anteilen).

Eine notarielle Beurkundung ist nach herrschender Auffassung bei einer sog. Abschichtung ausnahmsweise nicht erforderlich. 

Die Erben können die Erbengemeinschaft vollständig oder lediglich bezüglich einzelner Nachlassgegenstände auseinander setzen (Teilerbauseainandersetzung).

Aus Kostengründen erfolgt nicht selten, nur hinsichtlich derjenigen Gegenstände eine notarielle Erbauseinandersetzung erstellen zu lassen, die einer Beurkundungspflicht (Grundstücke, Gesellschaftsanteile) unterliegen.